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Studienfinanzierung

Der erfolgreiche Abschluss eines Studiums ist leider immer noch in großem Maße von der wirtschaftlichen Situation der Studierenden und ihrer Eltern abhängig. Die Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studiums ist daher für viele Studierende eine wichtiges Problemfeld. Deshalb setzen wir uns seit Jahren kontinuierlich für eine Verbesserung der Studienfinanzierung ein. Seit der Einführung der Studiengebühren kämpfen wir dafür diese unsoziale Entscheidung rückgängig zu machen.

Bildung ist ein Menschenrecht und darf nicht wie eine Ware oder eine Dienstleistung behandelt werden. Deswegen haben wir im Studierendenparlament der RWTH in Koordination mit der GHG und der Alfa eine Resolution gegen die Studiengebühren durchgesetzt und in bundesweiten Aktionen und Protesten sowie innerhalb der SPD für unsere Positionen geworben. Dank unserer engagierten Arbeit hat die Landesregierung die Studiengebühren zum Wintersemester 2011/12 endlich abgeschafft, was einen großen Erfolg für die Studierenden darstellt.

Es beweist, dass wir als landes- und bundesweit organisierte Hochschulgruppen massiv Einfluss auf die Politik nehmen können. Ein Faktor, der anderen Listen fehlt. Nun werden wir dafür kämpfen, dass die Ausgleichszahlungen wie versprochen bei den Hochschulen ankommen und die Lehre an der RWTH durch den Wegfall der Gelder keine Einbußen hinnehmen muss. Die RWTH hat bereits angekündigt den Studierenden ein großes Mitentscheidungsrecht bei der Verteilung der Ausgleichszahlungen zu gewährleisten, eine Entscheidung, die wir sehr begrüßen.

Unser Ziel ist es, dass ein solches Mitbestimmungsrecht der Studierenden in Zukunft auch gesetzlich verankert wird. Weiterhin setzen wir uns für eine Ausweitung des BAföGs für einen größeren Empfängerkreis ein. Die Fördermöglichkeiten müssen auch für ausländische Studierende an deutschen Hochschulen, die oftmals unter armutsähnlichen Zuständen leben müssen, zukünftig gewährleistet werden.

Neben unserer landes- und bundesweiten Arbeit setzen wir uns aber auch im AStA für eure Probleme ein. Im Sozialreferat leisten wir jeden Tag hochwertige Arbeit, indem wir Fragen zu sozialen und finanziellen Fragen beantworten und euch mit Rat und Tat bei Problemen mit dem BAföG-Amt oder der Finanzierung des Lebensunterhalts beistehen. Dabei ist es uns besonders wichtig, weiterhin eine unabhängige und kompetente Alternative zum offiziellen Studentenwerk zu gewährleisten.

Der Hilfsfond und das Sozialdarlehen müssen auch in Zukunft erhalten werden, um Studierenden in sozialen Notlagen helfen zu können. Insbesondere unsere ausländischen Kommilitonen und Kommilitoninnen sind oftmals in großem Maße von diesen Hilfen abhängig, da ihnen eine Förderung durch den Staat häufig versagt bleibt.

„Und die Mensa des Jahres ist…“

Nicht unsere!

Beim Blick auf das Unicum-Mensa-Ranking der letzten Jahre fällt auf, dass die Aachener Mensen nicht vertreten sind. Schaut man sich dann die Sieger-Mensen und deren Angebotsvielfalt, Preisstrukturen und Service an, kann man als Aachener Studierende oder Studierender nur staunen: Neben „Träumereien aus der eigenen Hauskonditorei“ wird in Heidelberg beispielsweise von 11.30- 22.00 Uhr ein „reichhaltiges Schlemmerbuffett“ angeboten. Die verwendeten Waren tragen das Gütesiegel „taufrisch“, das für frische Zubereitung, eigene Herstellung und erlesene Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau steht. Das teuerste Gericht kostet inklusive einer Vorsuppe gerade einmal 2,10 Euro. Kinder von Studierenden essen kostenlos und das alles, obwohl der von den Studierenden zu bezahlende Beitrag an das Studentenwerk Heidelberg geringer ist, Heidelberg ca. 4000 Studierende weniger hat und die Tarife für Mitarbeiter die gleichen sind wie in Aachen.

Deshalb fordern wir gemeinsam mit der Grünen Hochschulgruppe:

  • eine Überprüfung der Wareneinkäufe sowie der Umsetzbarkeit des Einkaufs von biologischen und fair gehandelten Waren;
  • eine Überprüfung des Speisenangebotes, vor allem hinsichtlich gesundheitsbewusstem, vegetarischem und veganem Essen;
  • längere Öffnungszeiten – sowohl der Mensen als auch (im Besonderen) der Cafeterien
  • Eine Überarbeitung der Preisstrukturen:
  • angemessene Preise für Studierende
  • kostenloses Essen für Kinder von Studierenden
  • eine Erhöhung des Aufpreises für Gäste auf Höhe der Subventionierung
  • die Einführung eines Menü-Angebots, bei dem zu jedem Hauptgericht eine Suppe und/oder ein Dessert vergünstigt dazugenommen werden kann sowie
  • die Einführung von verschiedenen Portionsgrößen, so dass auch der „kleine Hunger” gestillt werden kann.

 

Wohnungmangel bekämpfen

Mit der Abschaffung der Wehrpflicht und dem doppelten Abiturjahrgang in vielen Bundesländern wird sich die Situation auf dem Aachener Wohnungsmarkt in den nächsten Jahren zunehmend verschärfen. Dem möchten wir im AStA und gemeinsam mit der Stadt Aachen und der Hochschule sowie auch landesweit mit Druck auf die Landesregierung entgegenwirken. Wir wollen uns konstruktiv an der Erarbeitung von Ideen beteiligen und versuchen die kritische Lage zu verbessern. Zur Zeit suchen wir im Sozialreferat nach Möglichkeiten eine Wohnungs- und Zimmervermittlung einzurichten, welche in einem ersten Schritt die Koordination der Wohnungssuche verbessern soll.

Auf lange Sicht führt jedoch kein Weg an der Bereitstellung neuer Wohnräume vorbei.

Politische Bildung ernst nehmen

Im Jahr 2009 hat der damalige AStA eine ganze Reihe von erfolgreichen Podiumsdiskussionen als politische Bildungsveranstaltungen abgehalten, die wir gerne fortgesetzt hätten. Trotz vorheriger Zusagen ist es dem Referat für politische Bildung nicht gelungen, diese regelmäßigen Podiumsdiskussionen zu verschiedenen politischen Themen fortzuführen. Wir möchten im kommenden AStA erreichen, dass die Veranstaltung neben anderen Formen der Information zu politischen Themen wieder fester Bestandteil der Arbeit wird.

Politische Bildung fördert den Blick über den Tellerrand des eigenen Fachbereichs sowie gesellschaftspolitisches Engagement.

Sprachkurse ausbauen

Bei dem Ausbau der Sprachkurse für Studierende aller Fachbereiche wurde in den letzten Jahren viel erreicht. Dennoch kommen die bereitgestellten Mittel für das Sprachenzentrum immer noch nicht im ausreichenden Maße bei den Studierenden an. Wir möchten die Ausweitung des Angebots weiter vorantreiben und die Qualität verbessern. Das Ziel muss sein, dass langfristig alle interessierten Studierenden einen Platz in einem der Sprachkurse erhalten.

Den Unicard-Prozess kritisch begleiten

Nach der Einführung der neuen Unicard gab es viele Probleme mit der Funktionsweise des Studierendenausweises. Sowohl bei der Bezahlung in den Mensen als auch bei der Nutzung für die Wahlen zum Studierendenparlament und den Fachschaften traten Hindernisse auf, der erste Kartensatz muss sogar komplett ausgetauscht werden. Die Fehler lagen zu großen Teilen beim Hersteller und der AStA hat sich bemüht, im Interesse der Studierenden die Behebung der Probleme voranzutreiben. Auch in Zukunft möchten wir die Studierendenfreundlichkeit der Unicard gewährleisten und ausbauen. Langfristig wollen wir dafür sorgen, dass das Semesterticket in den Studierendenausweis integriert wird.

Beteiligung von allen Studierenden

an der AStA-Arbeit ausbauen

Die Beteiligung von listenunabhängigen Studierenden an der Arbeit im AStA, z.B bei der Erstellung von Publikationen, wie der Zeitung „relatif“, oder der Beratung im Sozialreferat haben wir im letzten Jahr erfolgreich ausgebaut. Diese Öffnung möchten wir weiter vorantreiben um noch stärker als bisher allen Studis die Mitarbeit in

den verschiedenen Referaten zu ermöglichen. Die Vernetzung des allgemeinen Studierendenausschusses mit allen engagierten Studierenden ist ein Merkmal unserer Arbeit.